Der beste Motor in der Mercedes S-Klasse – ein umfassender Leitfaden

Der beste Motor in der Mercedes S-Klasse Ein umfassender Leitfaden
Foto: caranddriver.com

Jede fünfte Premium-Limousine, die in Europa das Autohaus verlässt, ist eine Mercedes S-Klasse. Diese Tatsache aus dem Jahr 2024 sollte niemanden überraschen, wirft aber eine Frage auf, die vor zehn Jahren noch viel einfacher schien.

Heute ist die Wahl des Motors in der S-Klasse nicht nur eine Frage der Vorliebe. Es ist eine Entscheidung, die sich auf unseren Geldbeutel, die Umwelt und unser tägliches Fahrerlebnis in den kommenden Jahren auswirkt. Und die Unterschiede zwischen den Optionen sind enorm.

Um das zu veranschaulichen: Zwischen der ersten S-Klasse von 1991 und den heutigen Top-Versionen liegen über 500 PS Unterschied in der Leistung. Klingt wie Science-Fiction, oder? Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der technologische Abstand betrifft auch den Verbrauch, die Emissionen, den Fahrkomfort und die Langlebigkeit.

Der beste Motor in der Mercedes S-Klasse – kann der legendäre Diesel heute noch mit einem Hybrid konkurrieren?

Nehmen wir ein Beispiel. OM642 – dieser legendäre Diesel, der über Jahre hinweg Tausende S-Klassen angetrieben hat. So zuverlässig wie eine Schweizer Uhr. Aber hat er heute noch eine Chance gegen den S 580e Hybrid in Sachen Umweltfreundlichkeit? Und sollten wir das überhaupt als einen Wettstreit betrachten?

Die Wahrheit ist: Im Jahr 2025 reicht es nicht mehr, nur auf Leistung oder Verbrauch zu achten. Wir müssen drei entscheidende Bereiche berücksichtigen:

Zuverlässigkeit – denn eine S-Klasse ist eine Investition für Jahrzehnte, nicht nur für ein paar Saisons

Performance – sowohl messbar als auch im Alltag spürbar

Umweltfreundlichkeit – nicht nur wegen Trends, sondern wegen der tatsächlichen Betriebskosten

Jeder dieser Aspekte hat heute eine andere Bedeutung als noch vor fünf Jahren. Die Emissionsstandards haben sich geändert, neue Technologien sind aufgetaucht und der Gebrauchtwagenmarkt bewertet die verschiedenen Antriebe inzwischen anders.

Deshalb lohnt es sich, diese Geschichte von Anfang an zu betrachten. Zu sehen, wie sich die Motoren in der S-Klasse entwickelt haben und warum manche Aggregate legendären Status erlangten, während andere schnell wieder aus dem Programm verschwanden. Das gibt uns eine Perspektive, um die heutigen Optionen zu bewerten.

Mercedes S Class

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Vermächtnis der Zuverlässigkeit: die besten klassischen Diesel- und Benzinmotoren

Ich frage mich manchmal, warum einige S-Klassen wie ein Uhrwerk 300.000 Kilometer laufen, während andere schon nach hunderttausend eine Generalüberholung brauchen. Das alles liegt im Erbe der jeweiligen Antriebseinheiten.

Die Zuverlässigkeitschronik zeigt deutliche Trends.

JahrSchlüsselantrieb und Merkmal
1974OM617 – der „unzerstörbare“ Diesel
1991M119 5.0 V8 – ein Benziner-Klassiker
1996OM606 – der letzte mechanische Diesel
2002M113 5.0 – solider V8 ohne Kompressor
2005OM642 – moderner V6-Dieselmotor
2005M272 – problematischer V6 mit Steuerkette

Der legendäre OM617 ist eigentlich ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Stuttgarter Taxis auf Basis des W126 überschritten regelmäßig die Million-Kilometer-Marke, ohne dass größere Eingriffe am Motor nötig waren. Einer der Fahrer erzählte mir, dass sein Mercedes mit diesem Diesel mehr als 1.200.000 km gefahren ist. Er hat nur die Einspritzpumpen und den Turbolader gewechselt. Der Rest lief noch im Originalzustand.

„Der OM617 wurde noch in einer Zeit gebaut, als Mercedes für 40 Jahre Nutzung konstruierte, nicht für 10“, sagt Hans Mueller, ehemaliger Ingenieur der Dieselsparte.

Der Vergleich moderner Dieselmotoren liefert interessante Erkenntnisse. Der mechanische OM606 gilt praktisch als unzerstörbar, während der OM642 mit Common-Rail-Einspritzung einen anderen Ansatz verfolgt. Der TÜV-Bericht von 2023 bestätigt jedoch die Solidität dieses V6 – die Ausfallquote liegt nach zehn Jahren Betrieb bei unter 2 %. Das ist ein wirklich respektables Ergebnis nach heutigen Maßstäben.

Bei den Benzinmotoren ist die Lage deutlich komplexer. Der M113 5.0 V8 verdient das Prädikat „unkaputtbar“ – ein Saugmotor ohne komplizierte Systeme, mit gusseisernen Laufbuchsen. Die Kosten für eine Generalüberholung liegen bei etwa 10.000 Złoty.

Ganz anders sieht es beim M272 V6 aus. Dieser Motor hat einen grundlegenden Konstruktionsfehler – die Steuerkette neigt zum Längung. Das Problem tritt meist zwischen 150.000 und 200.000 Kilometern auf. Die Reparatur? Rund 25.000 Złoty, da praktisch der halbe Motor zerlegt werden muss.

Besitzer eines W221 mit M272 kennen dieses Geräusch nur zu gut – das charakteristische Klackern beim Starten. Das ist das Zeichen, dass das Portemonnaie bald leichter wird. Deshalb suchen viele von uns lieber nach Exemplaren mit dem M113, auch wenn diese älter sind.

Die Perspektive der Langlebigkeit zeigt deutlich: Mercedes baute früher Motoren für Generationen. Moderne Hochleistungsaggregate folgen einer völlig anderen Konstruktionsphilosophie.

Mercedes S Klasse Motor

Foto: oman.yallamotor.com

Kompromisslose Power: Moderne V8- und V12-Motoren für Enthusiasten

Wenn der S 63 AMG E Performance in 3,3 Sekunden auf hundert schießt, spürst du pure, kompromisslose Kraft. Genau von dieser Art Emotion sprechen wir, wenn es um moderne V8- und V12-Motoren in der S-Klasse geht.

Das Herz dieses Biests ist der M177 – ein 4,0-Liter-V8-Biturbo, der in der neuesten Version 802 PS und beeindruckende 1.420 Nm Drehmoment liefert. Diese Zahlen wirken abstrakt, aber wenn du das Gaspedal durchtrittst… Dann weißt du, was gemeint ist. Das 48V-Mild-Hybrid-System ist hier nicht für die Umwelt – es unterstützt einzig und allein die Beschleunigung und eliminiert das Turboloch.

Doch es gibt auch eine andere Seite der Medaille. Im Maybach S 680 arbeitet ein von Hand montierter V12, für den ein einziger Mechaniker verantwortlich ist. Das ist eine ganz andere Philosophie – nicht rohe Gewalt, sondern samtweiche Laufkultur. Dieser 6,0-Liter-Motor liefert 630 PS, tut dies aber so leise und geschmeidig, dass du seine Präsenz manchmal völlig vergisst.

MotorLeistung (PS)Moment (Nm)0–100 km/hKraftstoffverbrauch (l/100 km)
M177 V8 Biturbo8021 4203,3 s12-15
M176 V126301 0004,4 s18–20

Der Unterschied im Verbrauch ist offensichtlich – der V8 schluckt etwa 12–15 Liter, während der V12 18–20 Liter auf hundert Kilometer benötigt. Aber ehrlich gesagt: Wer kauft so ein Auto und denkt dabei an die Spritkosten?

Das Problem liegt woanders. Die Preise für diese Maschinen beginnen bei 800.000 Złoty, und die CO2-Emissionen überschreiten 300 g/km. Das führt dazu, dass immer mehr Kunden nach Alternativen suchen, die Leistung mit größerer gesellschaftlicher Akzeptanz verbinden.

Auch die gesetzlichen Einschränkungen in Europa machen es nicht leichter. Einige Städte führen bereits Zonen ein, in denen solche Motoren nur noch eingeschränkt zugelassen sind. Vielleicht setzt Mercedes deshalb immer stärker auf Hybridlösungen als Kompromiss zwischen Emotion und Realität?

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Nachhaltige Zukunft: Plug-in-Hybride und ihre Vorteile

Morgens steige ich in den S 580e, schließe mein Handy an und werfe einen Blick auf den Bordcomputer – er zeigt 98 km elektrische Reichweite an. Bis ins Büro sind es 35 Kilometer, also springt der Benzinmotor gar nicht erst an. Früher dachte ich, dass Hybride ein Kompromiss sind. Heute weiß ich, dass sie einfach nur vernünftig sind.

Der Antriebsstrang im S 580e ist wirklich spannend. Hier arbeitet ein 3-Liter-R6-Turbomotor zusammen mit einem Elektromotor, der im Automatikgetriebe integriert ist. Zusammen liefern sie 510 PS Systemleistung. Klingt kompliziert, aber in der Praxis funktioniert alles von selbst. Die Batterie hat 28,6 kWh – das reicht für die versprochenen 100 Kilometer rein elektrischer Fahrt.

Was hat mich am meisten überrascht? Der tatsächliche Kraftstoffverbrauch. Bei regelmäßigem Laden verbraucht man 1–2 Liter auf 100 Kilometer. Ein Freund fährt eine S-Klasse mit Dieselmotor und kommt im Schnitt auf 6,5 Liter. Die Kostenersparnis? Bei den aktuellen Preisen sind das etwa 400 Złoty im Monat bei 2.000 Kilometern Laufleistung.

VarianteKraftstoffverbrauchCO2-Emission
S 580e (Plug-in)1,2 l/100 km19 g/km
S 350d (Diesel)6,5 l/100 km171 g/km
S 500 (Benzin)8,9 l/100 km203 g/km

Tipp: Lade das Auto jede Nacht auf – selbst an einer normalen 230V-Steckdose zu Hause. Ein kompletter Ladevorgang dauert etwa 5 Stunden, aber wer zählt schon die Zeit, wenn er schläft?

Auch steuerlich macht das Ganze Sinn. Emissionen unter 50 Gramm CO2 pro Kilometer bedeuten erhebliche Vergünstigungen. Unternehmen können mit einer Abschreibung von bis zu 20.000 Złoty pro Jahr rechnen. Das ist kein Kleingeld, vor allem wenn es um ein Auto für 600.000 geht.

Ich erinnere mich, wie Elektrifizierung früher für mich mit Golf und kleinen Stadtautos verbunden war. Mercedes hat gezeigt, dass man Luxus und Verantwortung kombinieren kann. Du sitzt in Ledersitzen mit Massagefunktion, genießt Burmester-Sound und fährst gleichzeitig emissionsfrei durch die Stadt.

Natürlich hängt alles von der Ladedisziplin ab. Wer vergisst, lädt wie ein normaler Benziner. Aber für diejenigen, die konsequent bleiben – es funktioniert wirklich.

Heute stellt sich die Frage anders als früher. Nicht, ob man einen Hybrid wählt, sondern ob es überhaupt Sinn macht, in dieser Klasse noch etwas anderes zu kaufen.

Wie viel kostet die Mercedes S-Klasse

Foto: mercedesbenzofnovi.com

Wie wählt man den besten Motor für sich aus – Entscheidungen für die Zukunft

Die Wahl des Motors für die S-Klasse ist nicht nur eine Frage des Geschmacks – es ist eine Entscheidung für viele Jahre. Viele von uns schieben sie endlos vor sich her, doch die Vorschriften ändern sich schneller, als wir denken.

Am besten betrachtet man das Ganze aus der Perspektive von drei Hauptfahrertypen:

FahrerprofilPrioritätEmpfohlener MotorBegründung
BusinessfahrerNiedrige BetriebskostenS 400dÜber 30.000 km pro Jahr – Diesel zahlt sich schnell aus
EnthusiastLeistung und KomfortS 580Der V8 sorgt weiterhin für ein unvergleichliches Fahrerlebnis
Umweltbewusster MenschCO2-EmissionS 580ePlugin-Hybrid – elektrisches Fahren in der Stadt
PragmatikerVielseitigkeitS 450Der Benzin-Mildhybrid ist der goldene Mittelweg

Aber Vorsicht – die Automobilbranche verändert sich rasant. Mercedes plant, dass bis 2030 die Hälfte ihres Absatzes elektrisch sein wird. Das sind keine leeren Versprechen. Gleichzeitig könnte die Europäische Kommission bereits ab 2035 die Neuzulassung von Dieselfahrzeugen verbieten.

Was bedeutet das konkret? Dass ein heutiger S 400d in zehn Jahren möglicherweise schwer wiederverkaufbar ist. Andererseits – wer weiß, ob die Ladeinfrastruktur mit den Plänen Schritt hält. Persönlich würde ich auf einen Hybrid setzen – das ist die sichere Wette für die Zukunft.

Mercedes S 400d

Foto: vcentrum.pl

Tatsache ist: Jeder Motor der S-Klasse hat seine Daseinsberechtigung. Der Diesel für Vielfahrer, der V8-Benziner für Liebhaber klassischer Motoren, der Hybrid für Pragmatiker mit Blick auf die Zukunft.

Die Automobilindustrie erlebt eine Revolution, die mit dem Wechsel vom Pferd zum Auto vor hundert Jahren vergleichbar ist. Man kann sich dagegenstellen oder die Übergangsphase für sich nutzen. Die S-Klasse bleibt in jeder Variante ein Symbol für Luxus – die Frage ist nur, welchen Weg du weitergehen willst.

Mercedes Klasa S

Foto: autoblog.com

Warte nicht länger – triff deine Entscheidung jetzt.

Michael

Auto-Redakteur

Luxury Blog