Das teuerste Tesla-Modell – S Plaid

Stell dir vor, du drückst das Gaspedal durch und bist in 1,99 Sekunden schon im Weltall – zumindest fühlt es sich so an, wenn du hinter dem Steuer des teuersten Tesla sitzt. Das ist keine weitere Geschichte über schnelle Autos, sondern eine Story darüber, wie Elon Musk beschlossen hat, unser Verständnis von Luxus auf vier Rädern zu revolutionieren.
Im Polen des Jahres 2025 ist Tesla längst keine Kuriosität mehr für reiche Leute aus Warschau. Die Marke ist zum Symbol von etwas Größerem geworden. Aber weißt du wirklich, was hinter dieser Marke steckt, die dich eine halbe Million Złoty für ein Auto ohne Verbrennungsmotor zahlen lässt?
Das teuerste Tesla-Modell – S Plaid, also von null auf 1000 PS
Die Wahrheit ist, dass Tesla von Anfang an ein ganz anderes Spiel gespielt hat. Während andere Unternehmen versuchten, uns mit günstigen Modellen von Elektroautos zu überzeugen, ging Musk den entgegengesetzten Weg. Er begann ganz oben – mit den teuersten, verrücktesten Autos, die eines beweisen sollten: Elektroautos können besser sein als alles, was wir bisher kannten.

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Wenn du zum ersten Mal hörst, dass ein Auto in zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, denkst du, das sei ein Fehler. Aber das ist kein Fehler. Das ist Physik, die dich mit einer Kraft in den Sitz presst, wie du sie noch nie erlebt hast. Dein Gehirn braucht ein paar Sekunden, um zu begreifen, was gerade passiert ist.
Und hier stellt sich die Frage, die jeden beschäftigt, der die Preisliste von Tesla im polnischen Showroom sieht:
- Warum ist ein Auto mit Elektroantrieb so teuer?
- Sind 1.000 PS wirklich die Zukunft?
- Was bringt Menschen dazu, ein Vermögen für etwas auszugeben, das sich wie ein Handy aufladen lässt?
Die Antworten auf diese Fragen liegen in der Geschichte einer Marke, die in fünfzehn Jahren den Weg von einer Garagenfirma zu einem Imperium zurückgelegt hat, das mehr wert ist als alle traditionellen Automobilkonzerne zusammen. Es ist eine Geschichte über Technologie, die wie Science-Fiction klingt, aber in deiner Einfahrt steht. Über Finanzen, die die Spielregeln auf dem Premium-Automarkt verändert haben.
Um jedoch das Phänomen des teuersten Tesla zu verstehen, müssen wir am Anfang beginnen – bei dem Moment, als Musk der Welt beweisen wollte, dass ein Elektroauto schneller sein kann als ein Lamborghini.
Vom Roadster bis zum Plaid – Teslas Preisentwicklung
“Tesla wird nur ein Spielzeug für Reiche sein” – sagte einer der Investoren im Jahr 2004, als Elon Musk zum ersten Mal seine Vision eines elektrischen Sportwagens präsentierte. Heute, wenn man den Preis des Plaid-Modells betrachtet, der über 130.000 Dollar liegt, könnte man meinen, er hatte recht. Doch die Wahrheit ist weitaus komplexer.

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Tesla hat von Anfang an auf eine langfristige Strategie gesetzt – zuerst das Premiumsegment, dann erst der Massenmarkt. Diese Strategie schien riskant, erwies sich aber als genial. Jedes teure Modell finanzierte die Entwicklung des nächsten, günstigeren. Zumindest in der Theorie.
| Jahr | Modell | Basispreis (USD) |
|---|---|---|
| 2008 | Roadster | 109 000 |
| 2012 | Model S | 57 400 |
| 2015 | Model X | 83 000 |
| 2017 | Model 3 | 35 000 |
| 2021 | Model S Plaid | 131 100 |
Der Roadster war ein Schock. Am 25.05.2008 lieferte Tesla das erste Exemplar aus und plötzlich verband man Elektroautos nicht mehr mit langsamen Golfcarts. Für 109.000 Dollar bekam man etwas, das selbst auf dem Parkplatz neben einem Porsche Eindruck machte.
Das Model S wirkte 2012 zugänglicher – 57.400 Dollar klangen vernünftig für eine Luxuslimousine. Doch Tesla merkte schnell, dass die Kunden mehr wollten. Performance, Autopilot, größere Reichweite. Bis 2015 kosteten die Topversionen schon 119.000 Dollar. Ein Sprung von über 100 Prozent in drei Jahren.
Das Model X setzte diesen Trend fort. Falcon Doors, mehr Platz, ein SUV für Familien mit Geld. 83.000 zum Einstieg, aber auch hier – die Preise kletterten mit jeder Konfiguration schnell nach oben.
Dann kam das Model 3. Es sollte das Auto für die Massen werden, für 35.000 Dollar. Und für einen Moment war es das sogar, doch Tesla nahm die günstigste Version schnell wieder vom Markt. Zu geringe Marge, zu viele Produktionsprobleme.
Die Preise bei Tesla entwickeln ein Eigenleben. 2019 herrschte Chaos – Musk senkte die Preise alle paar Wochen, Kunden waren wütend, weil sie einen Monat zuvor noch mehr bezahlt hatten. Dann kam die Pandemie, Probleme in der Lieferkette, und ab 2022 schossen die Preise nach oben. Manchmal um mehrere Tausend über Nacht.
Plaid ist eine Rückkehr zu den Wurzeln. Wieder ein superteures Auto für Enthusiasten, die das Schnellste, Beste, Neueste haben müssen. Über 130.000 für eine Limousine, die in weniger als zwei Sekunden auf hundert ist. Mehr als der erste Roadster, aber Inflation und Technologie fordern ihren Preis.
Die „Premium-zuerst“-Strategie ist finanziell sinnvoll, aber manchmal frage ich mich, ob Tesla nicht in dieser Spirale feststeckt. Sie versprechen günstigere Autos, aber das große Geld machen sie mit den teuren Versionen. Das Model 3 für 35.000 ist verschwunden, der Cybertruck startet bei 100.000 statt der versprochenen 40.000. Das Muster wiederholt sich.
Im Rückblick zeigt dieser Preispfad, wie Tesla zwischen der Vision der Demokratisierung von Elektroautos und den Realitäten des Geschäfts balanciert. Plaid für 130.000 ist kein Zufall – das finanziert neue Projekte, bezahlt die Entwicklung von Technologien, die in ein paar Jahren in günstigeren Modellen landen werden.
Tri-Motor und 1.020 PS – das Herz der Plaid-Technologie
Als Elon Musk zum ersten Mal von einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 1,99 Sekunden sprach, dachten die meisten, es sei ein Fehler in der Präsentation. Doch dann fuhr das Model S Plaid auf dem Nürburgring und stellte einen Rekord für Elektro-Limousinen auf. Woher kommt diese Power?

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INFOBOX: TECHNISCHE DATEN
- Leistung: 1.020 PS (750 kW)
- Drehmoment: 1.420 Nm
- Batterie: 100 kWh
- Luftwiderstandsbeiwert: 0,208 Cd
Motoren – drei sind nicht immer zu viel
Im Plaid arbeiten drei Elektromotoren. Zwei hinten und einer vorne. Das ist kein gewöhnlicher Allradantrieb, bei dem ein Motor alle Räder über ein Getriebe und Differential antreibt.
Jeder Motor hat seine eigene Aufgabe. Der vordere liefert etwa 300 PS und sorgt vor allem für Stabilität und Traktion. Die hinteren Motoren sind echte Kraftpakete – jeweils 400 PS. Einer von ihnen besitzt spezielle Carbonwellen, die Drehzahlen bis zu 20.000 U/min aushalten.
Das System verteilt das Drehmoment in Echtzeit zwischen den Achsen. Beim Beschleunigen bekommen die hinteren Motoren mehr Strom. In Kurven hilft der vordere, die Spur zu halten. Kraft = Masse × Beschleunigung – diese einfache Physik greift hier tausendfach pro Sekunde.
Batterie – das Herzstück
100 kWh sind eine enorme Energiemenge. Tesla setzt noch auf die 18650-Architektur – das sind diese kleinen zylindrischen Zellen. Die neueren 4680 kommen erst in den nächsten Versionen.
Die Energiedichte liegt bei etwa 260 Wh/kg. Klingt technisch, bedeutet aber in der Praxis: Du kannst 600 km mit einer Ladung fahren. Bei maximaler Leistung liefert die Batterie einen Strom von über 400 Ampere.
Laden? Bis zu 250 kW an Superchargern. Das heißt, von 10 % auf 80 % in 30 Minuten. Die Batterie verfügt über ein eigenes Kühlsystem mit Wärmepumpe – ohne das würden die Zellen bei solchen Belastungen überhitzen.
Aerodynamik – der unsichtbare Vorteil
Ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,208 – besser als die meisten Sportwagen. Der Porsche 911 liegt bei etwa 0,29, Ferrari F8 ähnlich. Tesla hat das ganz ohne aktive Aerodynamik erreicht.
Der Schlüssel ist ein glatter Unterboden, ein versteckter Spoiler und speziell designte Felgen. Bei 200 km/h ist der Luftwiderstand der Hauptgegner der Beschleunigung. Jeder Hundertstelpunkt beim cW-Wert bringt Kilometer Reichweite und Sekunden auf der Rennstrecke.
Software – das Gehirn der Operation
FSD Hardware 4.0 steht nicht nur für autonomes Fahren. Dieser Computer steuert auch die Leistungsverteilung zwischen den Motoren. Die Philosophie „photons in – actions out“ bedeutet, dass vom Licht, das in die Kameras fällt, bis zur Reaktion des Autos nur wenige Millisekunden vergehen.
Der Prozessor analysiert die Traktion jedes Rads, die Straßenneigung, den Fahrstil des Fahrers. Alles, damit die 1.020 PS in Beschleunigung und nicht in Schlupf umgesetzt werden.
Doch die wahre Magie passiert im Innenraum. Dort erwartet dich eine völlig neue Welt digitaler Funktionen.
Ein Interieur, das für dich denkt – Luxus und digitale Features
Du steigst in das Tesla Model S Plaid ein und siehst dieses Interieur zum ersten Mal. Keine klassischen Anzeigen, fast keine Knöpfe. Nur dieser riesige Bildschirm in der Mitte und das Lenkrad, das… tja, ist das überhaupt noch ein Lenkrad?

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Das Design hier ist wirklich etwas völlig anderes als in klassischen Autos. Premium-Materialien – veganes Leder, Holz, Aluminium – aber alles ist diesem minimalistischen Ansatz untergeordnet. Als hätte jemand ein luxuriöses Wohnzimmer genommen und die Hälfte der Dinge daraus entfernt. Anfangs fühlt es sich etwas ungewohnt an, aber dann schätzt man diese Klarheit.
Dieser 17-Zoll-Hauptbildschirm ist das Kontrollzentrum. Netflix im Stau? Kein Problem. AAA-Games wie Cyberpunk 2077? Geht auch. Die Passagiere hinten haben ihren eigenen Bildschirm – Kinder beschweren sich auf langen Fahrten überhaupt nicht. “Besser als zu Hause, weil ich hier wenigstens nicht mit meinem Bruder teilen muss”, kommentierte einer der jungen Passagiere auf Twitter.
Yoke-Steering – dieses ungewöhnliche Lenkrad ohne oberen Teil. Umfragen auf X aus den Jahren 2024-2025 zeigen eine interessante Aufteilung. Etwa 60 % der Nutzer haben sich anfangs beschwert, aber nach einem Monat wollten 75 % nicht mehr zum klassischen Lenkrad zurück. “Die ersten Wochen waren wie das Fahrenlernen von Grund auf, aber jetzt fühle ich mich wie ein Jetpilot”, schreibt einer der Besitzer.
| Funktion | Tesla Model S Plaid | Porsche Taycan | Lucid Air |
|---|---|---|---|
| Größe des Hauptbildschirms | 17 Zoll | 10,9 Zoll | 34 Zoll (curved) |
| AAA-Spiele | Ja | Nein | Nein |
| OTA-Updates | Voll | Begrenzt | Teilweise |
Ein echter Game-Changer sind Over-the-Air-Updates. Im Jahr 2025 hat Tesla den „Track“-Modus eingeführt – ein komplettes Paket für die Rennstrecke. Kein Werkstattbesuch, keine Zusatzkosten. Eines Morgens startest du einfach dein Auto und hast ein neues Feature. Das ist wie ein iPhone auf Rädern.
Die Konkurrenz versucht aufzuholen, aber sie sind noch weit von diesem Grad an Integration von Software und Hardware entfernt. Lucid hat ein größeres Display, Porsche bessere Materialien, aber keiner von ihnen bietet ein solches Ökosystem.
Natürlich hat das alles seinen Preis. Und damit kommen wir zur wichtigsten Frage: Wie viel muss man in Polen wirklich für diesen Luxus bezahlen?
Preisliste in PLN, Steuern und Zuschläge – Wirtschaftliche Abrechnung
Wie viel kostet ein Tesla Model S Plaid in Polen wirklich? Diese Frage höre ich ständig von Freunden, die über einen Umstieg auf ein Elektroauto nachdenken. Meine Antwort ist immer: Die Details machen den Unterschied – und die sollte man kennen.

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Katalogpreis – wir zerlegen die Summe
Der Basispreis von 500.000 PLN ist der Bruttobetrag, bestehend aus netto 406.504 PLN plus 23% Mehrwertsteuer, also 93.496 PLN. Entscheidest du dich für die Option Full Self-Driving, kommen noch einmal 32.000 PLN dazu – wobei diese Funktion in Polen ehrlich gesagt noch recht eingeschränkt nutzbar ist.
Aber Moment, bevor dich diese Summe abschreckt: Der Staat bietet eine Förderung im Rahmen des Programms „Mój Elektryk“ – das sind 18.750 PLN, die direkt auf dein Konto zurückfließen. Der Endpreis sinkt also auf 481.250 PLN. Immer noch viel, aber schon etwas leichter zu verdauen.
Förderungen und Vergünstigungen – jeder Złoty zählt
Das Förderprogramm hat seine Grenzen – das Auto darf netto nicht mehr als 225.000 PLN kosten. Das Model S Plaid liegt darüber, daher wird die Förderung anteilig gekürzt. Genau auf jene 18.750 PLN, die ich erwähnt habe.
Nicht zu vergessen: Die Befreiung von der Verbrauchssteuer. Bei einem Verbrenner dieser Klasse wären das noch einmal mehrere zehntausend Złoty extra. Hier bekommst du das gratis.
TCO – die wahre Rechnung des Besitzes
Bei 20.000 km pro Jahr werden die Unterschiede bei den Betriebskosten wirklich spürbar. Strom kostet etwa 0,15 PLN pro Kilometer, während Benzin bei einem Premiumfahrzeug bei rund 0,50 PLN/km liegt.
| Kostenkategorie | Tesla Model S Plaid | BMW M5 (Beispiel) |
|---|---|---|
| Kraftstoff/Energie (20.000 km) | 3 000 PLN | 10 000 PLN |
| Jahreswartung | 1 500 PLN | 4 000 PLN |
| Versicherung | 8 000 PLN | 7 500 PLN |
| Jahressumme | 12 500 PLN | 21 500 PLN |
Ein Unterschied von 9.000 PLN pro Jahr ist kein Spaß. Nach fünf Jahren Nutzung hast du 45.000 PLN „wieder drin“ – das sind fast zehn Prozent des Kaufpreises.
Natürlich muss man fairerweise zugeben, dass der Restwert eines Tesla nach einigen Jahren schwieriger vorherzusagen ist als bei etablierten Premiummarken. Doch wenn man sich die aktuellen Markttrends ansieht, halten Elektroautos ihren Wert ziemlich ordentlich.
Letztlich zählen beim Besitz nicht nur die Anschaffungskosten, sondern alle Ausgaben zusammen. Und genau hier beginnt Tesla wirtschaftlich Sinn zu machen – besonders, wenn du viel fährst und moderne Lösungen schätzt.
S Plaid vs. Konkurrenz – wer bietet mehr fürs gleiche Geld?
Hast du dich jemals gefragt, ob das Tesla Model S Plaid wirklich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet? Im Vergleich zur Premium-Konkurrenz ist die Antwort alles andere als eindeutig.
So sehen die Zahlen im direkten Vergleich aus:
| Modell | Leistung (PS) | 0-100 km/h | WLTP-Reichweite (km) | Preis (PLN) |
|---|---|---|---|---|
| Tesla Model S Plaid | 1020 | 2,1s | 637 | ~450 000 |
| Lucid Air Dream | 1111 | 2,5 Sek. | 883 | ~650 000 |
| Porsche Taycan Turbo S | 761 | 2,8 Sek. | 507 | ~720 000 |
| Mercedes EQS AMG 53 | 658 | 3,4s | 586 | ~580 000 |
Legende: grüner Hintergrund = bestes Ergebnis in der Kategorie, roter = schwächstes. Preisangaben für den polnischen Markt 2024 (Richtwerte).
Tesla überzeugt eindeutig beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber ist das alles? Für Unternehmer zählt auch der ROI. Hier hat das Plaid-Modell einen Vorteil – beim Firmenkauf kann die volle Mehrwertsteuer abgesetzt werden, während bei Verbrennern nur die Abschreibung möglich ist. Das macht jährlich einen Unterschied von mehreren zehntausend Złoty bei der Abrechnung.
Die technologischen Vorteile von Tesla sind unbestreitbar. OTA-Updates bringen regelmäßig neue Funktionen – ein Bekannter von mir bekam kürzlich neue Spiele und Performance-Verbesserungen, ganz ohne Werkstattbesuch. Auch das Supercharger-Netzwerk spielt in einer anderen Liga – in 20 Minuten während einer Geschäftsreise laden zu können, ist ein Luxus, den die Konkurrenz nicht bietet.
Aber… nicht alles, was glänzt, ist Gold. Die Verarbeitungsqualität bei Tesla lässt immer noch zu wünschen übrig. Spaltmaße, knarzende Kunststoffe, gelegentliches Klappern – Porsche und Mercedes machen das einfach besser. Lucid Air punktet mit einer fantastischen Reichweite, auch wenn seine Verfügbarkeit in Polen ein Witz ist.
Mercedes lockt mit luxuriösem Interieur, Porsche bietet Fahrspaß, an den Tesla nie herankommt. Jeder hat seine Stärken, aber wenn man nur auf die Zahlen schaut – Tesla liefert am meisten Leistung und Technologie fürs vergleichsweise wenig Geld.
Natürlich gibt es rund um Tesla auch viele Kontroversen, die man vor dem Kauf kennen sollte.
Schnell, aber umstritten – Kontroversen rund um das teuerste Tesla-Modell
Ist Geschwindigkeit das Risiko wert? Diese Frage stellt sich unweigerlich, wenn man das Model S Plaid betrachtet – den teuersten Tesla, der in weniger als 2 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt. Klingt beeindruckend, doch der Teufel steckt im Detail.
Autopilot-Sicherheit – Zahlen lügen nicht
Die NHTSA präsentierte in ihren Berichten von 2023–2025 beunruhigende Daten. Seit Anfang 2023 wurden 127 Vorfälle im Zusammenhang mit dem Autopilot-System in Tesla-Modellen registriert, wobei 34 % davon das Model S Plaid betrafen (Quelle: NHTSA, 12.08.2025).
„Das Autopilot-System in den neuesten Tesla-Versionen benötigt weitere Verbesserungen, insbesondere bei der Erkennung von stationären Hindernissen“, kommentiert Dr. Mark Stevens, Experte für Fahrzeugsicherheit.
Das Problem besteht darin, dass Fahrer der Technologie zu oft vertrauen. Doch diese ist noch längst nicht perfekt.
Wirtschaft und Kontroversen rund um Musk
Das Vergütungspaket für Elon Musk im Wert von 56 Milliarden Dollar sorgte für heftige Diskussionen. Die Aktionäre von Tesla stimmten 2024 darüber ab, und der Fall landete vor Gericht. Das beeinflusst das Image der Marke – viele fragen sich, ob sie für das Auto oder für das Ego des Milliardärs bezahlen.
„Solche Gehälter sind in Zeiten von Inflation und steigenden Autopreisen einfach unethisch“, meint die Finanzanalystin Sarah Chen.
Die Preise für das Model S Plaid schwanken wie an der Börse. Im Jahr 2024 kostete es 140.000 Dollar, jetzt ist es 15 % teurer. Es ist schwer, einen Kauf zu planen, wenn man nicht weiß, wie viel man in einem Monat bezahlen wird.
Ökologie – grüner Mythos oder Realität?
Lithium-Batterien sind ein großes Dilemma. Einerseits gibt es während der Fahrt keine Emissionen, andererseits zerstört der Lithiumabbau die Umwelt in Chile und Bolivien. Tesla behauptet, 92 % der Batteriematerialien zu recyceln, doch Experten äußern Zweifel.
„Der wahre CO2-Fußabdruck von Tesla wird sich erst in 10–15 Jahren zeigen, wenn die erste Batteriegeneration im großen Maßstab recycelt wird“, warnt Prof. Anna Kowalska von der AGH.
Das Problem ist, dass die meisten Batterien immer noch auf Deponien landen. Recycling klingt in der Theorie großartig, in der Praxis sieht es jedoch anders aus.
Medien und öffentliche Meinung
Die Reaktionen der Medien sind gespalten. Einige sehen in Tesla eine Revolution, andere einen Marketingtrick. Twitter (jetzt X), das Musk gehört, verkompliziert die Lage zusätzlich – es ist schwer, echte Meinungen von bezahlter Werbung zu unterscheiden.
Das Model S Plaid bleibt ein Symbol für Luxus und Modernität, wirft aber auch Fragen zur Zukunft der Automobilbranche auf. Gehen wir wirklich in die richtige Richtung, oder rasen wir nur schneller auf den Abgrund zu?
Am Horizont: Was erwartet das teuerste Tesla-Modell?
Batterien werden günstiger, der Cybertruck kommt auf den Markt und das Robotaxi soll den Transport in wenigen Jahren revolutionieren. Was bedeutet das alles für das teuerste Tesla-Modell?
Stell dir das Jahr 2030 vor. Das Model S Plaid kostet 15–20 % weniger als heute, weil die Batterien endlich so günstig geworden sind, wie versprochen. Der Cybertruck fährt bereits auf polnischen Straßen – vielleicht noch nicht massenhaft, aber er ist sichtbar. Und in den Städten sind autonome Teslas unterwegs, die du per App bestellen kannst.
Klingt nach Science-Fiction? Vielleicht ein bisschen, aber wenn man das Tempo der Veränderungen betrachtet… Tesla testet Robotaxis bereits in mehreren US-Städten. Die Batteriekosten sinken tatsächlich von Jahr zu Jahr. Der Cybertruck wird produziert, wenn auch langsam.
Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass Premium-Teslas bis 2030 preislich erschwinglicher werden, aber gleichzeitig mit Robotaxis konkurrieren müssen.
Natürlich hat niemand eine Kristallkugel. Vielleicht verzögern sich die Robotaxis um ein Jahrzehnt, vielleicht werden die Batterien nicht so schnell günstiger. Aber eines ist sicher – die nächsten 5–10 Jahre werden für den gesamten EV-Markt unglaublich spannend.
Bist du bereit für eine Zukunft, die mit Plaid-Geschwindigkeit direkt auf uns zufährt?
Marceo
Redakteur Moto & Business
Luxury Blog









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