Haben schlechte Zähne wirklich Auswirkungen auf die Gesundheit? Das sagen Studien

Wusstest du, dass die Anzahl deiner Zähne mit deiner Lebenserwartung zusammenhängen kann? Wissenschaftler analysieren seit Jahren den Einfluss des Gebisses auf die allgemeine Gesundheit und es wird immer deutlicher, dass es nicht nur um Esskomfort oder die Ästhetik des Lächelns geht. Wenn Karies, Entzündungen oder Zahnverlust auftreten, leidet nicht nur die Mundhöhle – der gesamte Körper reagiert darauf. Bakterien, die sich in beschädigten Zähnen ansammeln, können in den Blutkreislauf gelangen und Entzündungsreaktionen in verschiedenen Organen auslösen.

Beeinträchtigen kaputte Zähne die Gesundheit? Was sagen Studien dazu?
- Anzahl der Zähne und Lebenserwartung
Studien, die in Japan und den skandinavischen Ländern durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass Menschen, die im Alter von 70 Jahren mindestens 20 eigene Zähne haben, länger leben und sich einer besseren körperlichen Verfassung erfreuen. Entscheidend ist das richtige Kauen, das die Aufnahme von Nährstoffen sowie die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts beeinflusst. Der Verlust von Zähnen führt dazu, dass die Ernährung ärmer und weniger abwechslungsreich wird und der Körper weniger Energie für die Regeneration erhält.
- Parodontalerkrankungen, Herz und Kreislaufsystem
In einer Übersichtsarbeit, die in BMC Oral Health (2024) veröffentlicht wurde, wurde ein Zusammenhang zwischen chronischer Zahnfleischentzündung und dem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bestätigt. Ursache dafür können Bakterien sein, die sich in den Zahnfleischtaschen ansammeln, in den Blutkreislauf gelangen und Entzündungsprozesse in den Gefäßen verstärken – was letztlich die Bildung von Arteriosklerose-Plaques beschleunigt. Deshalb können unbehandelte Infektionen im Mundraum zu Herzschäden führen. In extremen Fällen wurden sogar Fälle von Sepsis durch einen faulen Zahn beschrieben, die lebensbedrohlich ist.
- Mikroflora der Mundhöhle und das Immunsystem
Das bakterielle Gleichgewicht in der Mundhöhle spielt eine wichtige Schutzfunktion. Wenn kariesverursachende Bakterien überwiegen, befindet sich der Körper in einem Zustand ständigen Entzündungsstresses. Immunologische Studien zeigen, dass eine gestörte Mundflora das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen kann – sowohl lokal als auch systemisch.
- Mundhygiene und das Risiko chronischer Erkrankungen
In der Veröffentlichung MDPI Biomedicine (2023) wurde ein Zusammenhang zwischen regelmäßiger Mundhygiene (Zähneputzen, Zahnseide, professionelle Reinigung) und einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck beschrieben. Bei Menschen, die auf ihre Zahnpflege achten, wurden niedrigere Werte von Entzündungsmarkern im Blut festgestellt. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Einfluss der Zähne auf die Gesundheit deutlich größer ist, als viele vermuten.

Warum ist das für dich und deine Familie wichtig?
Wenn ein Zahn zu faulen beginnt, bleibt das Problem nicht beim Zahnschmelz stehen. Es wird schwierig zu kauen, was dazu führt, dass wir unsere Ernährung umstellen – wir verzichten auf viele harte und gesunde Lebensmittel, was sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt. Ältere Menschen, die ihre Zähne verlieren, nehmen oft schnell ab, was sich direkt auf ihre Energie und Mobilität auswirkt.
Parodontalerkrankungen erhöhen das Entzündungsniveau im gesamten Körper, was die Symptome chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder sogar rheumatoider Arthritis verschlimmern kann. Bei älteren Menschen bedeuten gesunde Zähne mehr Selbstständigkeit, eine bessere Ernährung und eine höhere Lebensqualität.
Eltern sollten dies auch im Hinblick auf ihre Kinder beachten, da Vernachlässigungen im jungen Alter zu gesundheitlichen Problemen im Erwachsenenleben führen.
Was kannst du tun? Praktische Schritte für die Gesundheit deiner Zähne und deines gesamten Körpers
1. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen
Am besten alle 6 Monate. Viele Erkrankungen der Mundhöhle verursachen anfangs keine Schmerzen, daher ist eine frühzeitige Diagnose in der Zahnarztpraxis so wichtig. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen es, Probleme frühzeitig zu erkennen und Komplikationen vorzubeugen.
2. Behandlung von Karies und Parodontalerkrankungen
Ein kleiner Defekt lässt sich schnell und schmerzlos beheben – wird er jedoch vernachlässigt, kann er zu einer Entzündung des Zahnmarks, einem Abszess und sogar zur bereits erwähnten Sepsis führen.
3. Hygiene zu Hause
Tägliches Bürsten, die Verwendung von Zahnseide und das Reinigen der Zunge sind die Grundlage. Es lohnt sich, zusätzlich einen Munddusche zu verwenden und regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.
4. Achte ein Leben lang auf die Anzahl deiner Zähne
Das Auffüllen von Zahnlücken verbessert das Kauen, erleichtert die Verdauung und schützt die Kiefergelenke.
5. Ein Lebensstil, der die Mundgesundheit fördert
Eine zuckerarme Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, das Vermeiden von Rauchen sowie die Kontrolle chronischer Erkrankungen wirken sich direkt auf den Zustand der Zähne aus.
Immer mehr Studien zeigen, dass der Zustand der Mundhöhle einer der wichtigsten Indikatoren für die allgemeine Gesundheit ist. Erkrankungen durch kariöse Zähne können das Herz, die Blutgefäße, das Immunsystem beeinflussen und sogar den Verlauf von Diabetes oder Autoimmunerkrankungen verschlimmern. Unbehandelte Karies führt zu chronischen Entzündungen, die den gesamten Organismus belasten und das Risiko schwerwiegender Komplikationen, einschließlich einer Sepsis, erhöhen. Deshalb ist es so wichtig, die Mundhöhle ganzheitlich zu pflegen – denn es geht nicht nur um Ästhetik und ein schönes Aussehen, sondern vor allem um die Gesundheit.
Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem zahnärztlichen Team von DentalSand in Gdynia, das sich täglich mit der Diagnose und Behandlung von Mundkrankheiten sowie der Aufklärung der Patienten beschäftigt.
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