Aus welcher Firma stammt das Snowboard? – Schnelle Methoden und sichere Identifizierung

“Burton oder irgendein No-Name?”, genau diese Frage taucht in jeder Saison in Dutzenden von Threads in Facebook-Gruppen auf. Von welcher Marke ein Snowboard ist und was aktuell angesagt ist, zeige ich euch in diesem Artikel!
Denn wie ihr wisst, kostet ein komplettes, gebrauchtes Set in guter Qualität etwa 500/800 Euro, manchmal sogar mehr. Deshalb möchtest du sicher sein, dass du nicht für eine Fälschung zu viel bezahlst oder dass die Bindungen zu den Befestigungen passen.
Wenn die Frage nach Snowboarden gestellt wird
No gut, aber warum beschäftigen wir uns überhaupt damit? In erster Linie geht es um den Wert. Burton ab 2010+ ist eine andere Preisklasse als No-Name-Produkte. Beim Kauf von Gebrauchtware ist es gut zu wissen, ob du nicht zu viel bezahlst, und beim Verkauf, ob du nicht wertvolle Ausrüstung für einen Spottpreis abgibst. Außerdem prüft man so die Echtheit, Fälschungen von Burton oder CAPiTA kommen häufiger auf den Markt, als man denken könnte. Und dann ist da noch die Kompatibilität: Das Montagesystem (4×4, 2×4, Channel) unterscheidet sich je nach Marke, also ist es gut zu wissen, was du hast, bevor du neue Bindungen kaufst.
Vielleicht ist das schwierige Fachsprache für Leute, die gerade erst mit diesem Sport anfangen, aber ich helfe euch gleich, dieses Rätsel zu lösen…

Foto: rei.com
Von welcher Marke ist das Snowboard – warum die Identifikation des Boards so wichtig ist!
Die Geschichte der Identifikation ist ein ziemliches Auf und Ab. 1977 gründete Jake Burton das Unternehmen und begann, die Boards von Hand zu nummerieren. In den 90er Jahren wurde die Standardisierung der Seriennummern zum festen Bestandteil (bei den meisten Marken). 2020 fügte CAPiTA ausgewählten Modellen NFC-Chips hinzu. Seit 2022 tauchen auf Reddit jede Saison lange Threads “help identify this old board” mit Fotos von vor zwanzig Jahren auf.
In diesem Artikel gehen wir Schritt für Schritt vor: Zuerst die schnelle Erkennung anhand von Logo und Topsheet, dann Seriennummern und NFC (falls vorhanden), weiter zu Online-Tools und KI-basierter Erkennung, zum Schluss die Besonderheiten des polnischen Zweitmarkts. Wir beginnen mit dem Einfachsten, dem, was du mit bloßem Auge siehst.

Foto: dailyhive.com
Logo, Grafiken, charakteristische Motive
Wenn ich das Board in die Hand nehme, beginne ich damit, einige Schlüsselpunkte schnell mit den Augen abzuscannen. Die meisten Hersteller platzieren die Markierungen an vorhersehbaren Stellen, daher dauert die Identifizierung „auf einen Blick“ in der Regel nur einige Dutzend Sekunden.
Topsheet, Belag, Kanten
Das größte Logo findest du fast immer auf dem Belag (Base), entweder in der Mitte oder näher an der Nose. Das Topsheet, also die Oberseite, enthält den Modellnamen und häufig das Branding noch einmal. Sieh dir auch Folgendes an:
- Bereich bei den Inserts – manchmal verstecken Hersteller dort kleine Markierungen
- Kanten – seltener, aber manchmal gibt es eine kleine Prägung auf dem Metall
- Seitenwände (sidewalle) – einige Marken fügen dort den Namen oder die Serie hinzu
- Tail – das hintere Teil wird oft übersehen, aber bei Burton findest du dort ein charakteristisches Zeichen
Interessanterweise waren Snowboards von vor dem Jahr 2000 oft „anonymer“ – künstlerische Grafiken überdeckten das Branding, sodass die Identifizierung mehr Erfahrung erforderte.

Foto: boardsportsource.com
Beispiele für erkennbare Motive
Burton verwendet das berühmte „Berg“-Logo (mountain logo) oder den vertikalen Strich (bar identity), die kaum zu verwechseln sind. CAPiTA zeichnet sich durch charakteristische, farbenfrohe Streetwear-Grafiken und große Schriftzüge aus. Lib Tech? Dort findest du technologische Motive und grelle Farben, oft mit Betonung auf Magne-Traction. Arbor setzt auf ökologische, zeichnerische Muster, Blätter, Berge und natürliche Texturen.
Das Problem tritt bei günstigen Marken aus dem Supermarkt auf, die ein einfaches „pill logo“ (ovale Plakette mit Namen) ohne klare visuelle Identität verwenden. Solche Boards sind nach ein paar Saisons visuell praktisch nicht mehr zuzuordnen. Bedenke auch, dass sich das Grafikdesign von Jahr zu Jahr ändert – ein Modell von 2018 kann ganz anders aussehen als dasselbe von 2020.

Foto: whitelines.com
Seriennummern,
Die Seriennummer ist dein bester Freund, wenn alle anderen Methoden versagen. Sie befindet sich an bestimmten Stellen und kann manchmal mehr verraten, als du denkst.
Wo findet man die Seriennummer auf dem Brett?
Die beliebtesten Standorte sind:
- die Kante am Ende des Boards (direkt über dem Belag)
- zwischen den Inserts der Bindungen (manchmal unter einem durchsichtigen Aufkleber)
- topsheet, nahe am Tail oder an der Nose
- direkt auf dem Gleiter (seltener, aber kommt vor)
Never Summer platziert zum Beispiel die Nummer auf der linken Seite zwischen den Bindungen oder direkt am Tail. Manchmal muss man genau hinschauen und das Board von allen Seiten betrachten, denn diese Nummern können wirklich sehr klein sein.
Was bedeuten die Zahlen
Burton codierte in den 90er Jahren Informationen direkt in der ersten Ziffer der Nummer. Die erste „1“ stand für ein reguläres Retail-/Produktionsmodell, „8“ war ein Sample, das für Katalogfotos verwendet wurde, und „9“ wies auf ein Employee Board oder ein Pro Model hin. Klingt cool, oder? Das Problem ist, dass nicht jeder Hersteller seine Kodierungslogik offenlegt.
Oft bleibt nur die Möglichkeit, direkt beim Hersteller nachzufragen. Die Snowboard-Community bestätigt, dass dies gängige Praxis ist und die meisten Marken antworten, wenn du die Nummer angibst.

Foto: gnu.com
NFC und Garantie-Registrierung
CAPiTA stattet seit 2020 seine Boards mit NFC-Chips aus. Ein Smartphone genügt und du erhältst Zugang zu Modellinformationen, kannst die Garantie registrieren und die Echtheit bestätigen. Das macht das Leben leichter, besonders beim Kauf aus zweiter Hand.
Es lohnt sich auch, ein Foto der Nummer für die Versicherung zu machen und sie vor dem Kauf eines gebrauchten Boards in Diebstahlregistern wie SnowboardSecrets zu überprüfen. Man weiß nie.
Wo kann man fragen und welche Fotos sollte man hinzufügen?
Der beste Ausgangspunkt ist snowboardingforum.co m und Reddit (insbesondere r/snowboarding). Die Leute dort können ein Board aus dem Jahr 2003 anhand eines einzigen Grafikfragments erkennen. Man muss nur sinnvolle Fotos hinzufügen. Was sollte darauf zu sehen sein?
- Topsheet mit vollständiger Grafik (Tageslicht, senkrecht zur Oberfläche)
- base (oft sind dort mehr Bezeichnungen)
- Nahaufnahme der Seriennummer oder der Aufkleber
- kurze Notiz zur Größe („156 cm“), falls auf dem Topsheet sichtbar
Je besser die Fotos, desto schneller die Antwort. Verschwommene Bilder mit künstlichem Licht sind für alle Zeitverschwendung.
Jahreskataloge und KI zur Markenerkennung

Foto: avalancheshop.com
Katalogarchive auf issuu.com und die snowdb-Datenbank (Modelle ab etwa 2000) sind hilfreich, wenn du schon weißt, wonach du suchst. Du kannst die Grafiken bestimmter Jahrgänge vergleichen und das Design mit deinem Board abgleichen. Das Problem? Es dauert etwas.
Eine schnellere Option ist der Nyckel-Klassifikator, also eine KI, die auf Snowboard-Bildern trainiert wurde. Sie erkennt über 20 Marken (Burton, CAPiTA, Arbor, Jones und andere) mit einer Genauigkeit von etwa 90 % oder mehr. Du musst nur ein gutes Foto vom Topsheet hochladen und bekommst oft sofort die Marke angezeigt. Bei älteren Boards oder exotischen Brands liegt die KI manchmal daneben, aber als erster Schritt funktioniert sie wirklich gut.
In Foren aus dem Jahr 2009 (ja, ich habe das Archiv gelesen) empfahlen Leute zum Beispiel Voelkl Stroke als vernünftige Qualitätswahl. Fun Fact: Voelkl soll angeblich Boards für andere Marken (Nitro, Hammer) produziert haben – zumindest behaupteten das die Forenmitglieder. Ob das stimmt? Schwer zu sagen, aber es zeigt, dass OEM-Produktion in der Branche ganz normal ist.
Budget

Foto: vtsports.com
Ein gebrauchtes Set (Board, Bindungen) kann deutlich günstiger sein, aber die Garantie ist oft ein großes Fragezeichen. Bei einigen Marken (z. B. CAPiTA) geht die Garantie nicht auf den zweiten Besitzer über. Überprüfe das vor dem Kauf.
Ein weiteres Thema: Fälschungen. Selten, aber sie kommen vor. Es lohnt sich, um Fotos der Seriennummer und des Logos zu bitten oder diese gegebenenfalls mit offiziellen Quellen abzugleichen (wie ich zuvor erwähnt habe).
Sicherheit in Bezug auf die Ausrüstung

Foto: snow.com
Wenn du endlich weißt, welche Marke hinter deinem Board steht, bekommst du mehr als nur Gesprächsstoff für den Pistentratsch. Du hast einen Ausgangspunkt, um zu verstehen, wie dein Equipment entworfen wurde, aus welchen Materialien es besteht und was du von ihm erwarten kannst. Burton ist nicht dasselbe wie Arbor, Ride ist nicht Capita – jede Firma hat ihre eigene Philosophie und Produktionsstandards.
Diese Gewissheit hat auch einen praktischen Nutzen. Du findest schneller passende Ersatzteile, stößt auf gezielte Tipps in Serviceforen und kannst Bindungen oder Schuhe besser auf die Eigenschaften deines Boards abstimmen. Und mal ehrlich: Du weißt jetzt, ob du ein echtes Premiumstück, einen soliden Mittelklasse-Board oder ein günstiges Einsteigermodell in den Händen hältst. Das verändert die Perspektive – besonders, wenn du schon an die nächste Saison und einen möglichen Wechsel denkst.

Foto: rollingstone.com
Die Identifikation der Marke ist keine Sammlerlaune. Sie ist die Grundlage für einen bewussten Umgang mit deinem Equipment, das dich sicher am Berg halten soll.
SONNY
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